Zytokine - Häufig gestellte Fragen
Bevor wir unsere Zytokine und Zytokin-Produkte auf den Markt bringen, werden sie sorgfältig analysiert, um sicherzustellen, dass sie den nachfolgenden Kriterien entsprechen:
1. Identität: durch N-Terminal-Sequenzanalyse und, wenn möglich, durch SDS-Page-, RP-HPLC- und Massenspektrometrieanalysen im Vergleich zu Standards
2. Reinheit: durch SDS-Page- und RP-HPLC-Analysen
3. Biologische Aktivität: durch entsprechende in vitro- oder in vivo-Bioassays
4. Proteinkonzentration: durch Ultraviolettspektroskopie, SPS-Page-Analyse und, wenn möglich, durch HPLC-Analyse im Vergleich zur kalibrierten Standardlösung
5. Endotoxin Kontamination: durch die kinetische LAL-Methode
6. Mikrobiologische Kontamination: durch die Membranfiltrierungsmethode; Proteinlösungen werden vor Abfüllung steril filtriert
Alle für die Produkte relevanten Informationen sind auf Datenblättern vermerkt, die mit den Produkten versandt werden. Bitte lesen Sie die Informationen sorgfältig durch, um wichtige Hinweise für Rekonstitution und Lagerung zu erhalten. Benötigen Sie nach Durchsicht des Datenblattes weitere Informationen, so lesen Sie bitte die nachfolgenden Fragen & Antworten durch oder rufen unseren Kundendienst an unter 040-734 35 77 70.
1. Was muss ich über die Stabilität Ihrer Proteine wissen?
Wenn nicht anders auf dem Datenblatt vermerkt, sind alle Produkte so verarbeitet, dass die lyophilisierten Proteine sehr gut bei Raumtemperatur gelagert werden können. Wir empfehlen jedoch, lyophilisierte Produkte bei -20 °C zu lagern.
Für die rekonstituierten Lösungen der meisten unserer Produkte empfehlen wir bei kurzer Lagerdauer 4 °C. Bei längerer Lagerung sollten die Proteinlösungen erst aliquotiert werden (um mehr als einen Gefrier-/Tauvorgang zu vermeiden), um sie dann bei -20 °C lyophilisiert zu lagern. Bitte berücksichtigen Sie, dass jeder Gefrier-/Tauvorgang das Protein denaturieren kann.
2. Warum kann ich Proteinrückstände nicht im Vial sehen?
Anders als viele andere Proteinprodukte werden PeproTechs Produkte nicht mit Stabilisatoren oder anderen Zusätzen (z.B. BSA, HSA, Saccherose, etc.) verarbeitet. Sie werden meist mit einer minimalen Dosis Salz lyophilisiert. Als Ergebnis können sich kleine Proteinmengen am Vial-Rand während der Lyophilisierung absetzen, manchmal als dünner Film, manchmal unsichtbar. Vor dem Öffnen empfehlen wir, jede Vial in einer Mikrozentrifuge für 20 bis 30 Sekunden zu zentrifugieren, um alle Proteine, die sich im Verschluss, an der Wand oder auf dem Grund befinden, zu bewegen. Mit den entsprechenden Verfahren der Qualitätskontrolle sorgen wir dafür, dass jede Vial die richtige Menge enthält.
3. Wie ist das Verhältnis zwischen der speziellen Aktivität, genannt ED50 und units/mg?
Das ED50 wird als die Zytokin-Konzentration definiert, deren Aktivität 50% der Maximalresonanz beträgt. Diese Methode, den Wirkstoffgehalt aufzuzeigen, sollte nur für Zytokine verwendet werden, deren dose-response Kurven in sigmoidaler Form sind. Die Formel für die Umrechnung der Aktivität als ED50 in ng/m in die spezielle Aktivität in units/mg lautet:
4. Welche Zytokine zeigen eine artenübergreifende Aktivität?
Die meisten humanen Zytokine sind, mit einigen Ausnahmen, bei Mauszellen aktiv. Viele Mauszytokine sind bei Humanzellen aktiv, zeigen vielleicht jedoch eine geringere spezifische Aktivität als das entsprechende humane Zytokin. Einige humane Zytokine, wie z.B. das IL-7, zeigen sogar eine erhöhte spezifische Aktivität bei Mauszellen als dies die entsprechenden Mauszytokine tun. Die Interferone, GM-CSF, IL-3, und IL-4 sind dafür bekannt, artenspezifisch zu reagieren und, wenn überhaupt, mit sehr niedriger Aktivität bei nicht-homologen Zellen. Im Gegensatz dazu sind die FGFs und Neurotrophine sehr gut erhalten und zeigen hervorragende Aktivität bei den Zellen anderer Tierarten.